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Hüftarthrose (Coxarthrose): Symptome, Ursachen und moderne Behandlungskonzepte
Was ist Hüftarthrose?
Hüftarthrose, auch Coxarthrose genannt, zählt zu den häufigsten Verschleißerkrankungen der Gelenke. Sie entsteht, wenn sich der Gelenkknorpel im Hüftgelenk nach und nach abbaut. Dieser Knorpel schützt das Hüftgelenk und ermöglicht eine reibungsarme Bewegung. Baut er sich ab, kommt es zu Beschwerden bis hin zu starken Schmerzen, Entzündungsreaktionen und einer spürbaren Einschränkung der Beweglichkeit.
Typisch ist ein schleichender Verlauf: Anfangs treten Beschwerden häufig nur bei Belastung auf. Mit zunehmender Abnutzung können die Schmerzen häufiger und intensiver werden – teilweise auch in Ruhe oder nachts. Besonders betroffen sind Menschen ab dem mittleren Erwachsenenalter, wobei individuelle Risikofaktoren den Beginn und Verlauf beeinflussen können.
Die gute Nachricht: Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, Beschwerden zu lindern und die Hüftfunktion möglichst lange zu erhalten. Entscheidend ist, Veränderungen frühzeitig zu erkennen und passende Behandlungsmaßnahmen einzuleiten.
Verständnis der Hüftstruktur und -funktion
Das Hüftgelenk verbindet den Hüftkopf (Oberschenkelknochen) mit der Gelenkpfanne des Beckens. Es trägt einen Großteil des Körpergewichts und ermöglicht gleichzeitig Bewegungen wie Gehen, Treppensteigen, Hinsetzen oder das Drehen des Beins.
Damit diese Bewegungen geschmeidig ablaufen, ist das Gelenk von Knorpel (genauer: Gelenkknorpel) überzogen. Er wirkt wie eine Schutz- und Gleitschicht und reduziert die Reibung zwischen den Knochen. Bei Coxarthrose wird dieser Knorpel dünner und rauer – die Oberfläche verliert ihre glatte Struktur. Das kann Schmerzen auslösen und die Beweglichkeit zunehmend einschränken.
In fortgeschrittenen Fällen kann ein künstliches Hüftgelenk eingesetzt werden, um die Funktion wiederherzustellen und Beschwerden zu lindern.
Die Bedeutung des Hüftkopfs für die Hüftfunktion
Der Hüftkopf ist für Stabilität und Beweglichkeit der Hüfte entscheidend. Bei Arthrose im Hüftgelenk können sich Form und Oberfläche des Hüftkopfs verändern. Das hat zwei Folgen:
- die Reibung im Gelenk nimmt zu
- Belastungsspitzen werden schlechter abgefedert
Dadurch können Hüftschmerzen intensiver werden, und die Abnutzung im Gelenk kann weiter voranschreiten. Deshalb zielt die Behandlung häufig darauf ab, das Gelenk zu entlasten, die Muskulatur zu stabilisieren und Entzündungsprozesse zu beruhigen.
Wer ist von Arthrose in der Hüfte betroffen?
Von Hüftarthrose sind besonders ältere Menschen und Personen betroffen, deren Gelenke über Jahre stark belastet wurden. Die Erkrankung äußerst sich oft durch Hüftschmerzen und kann Patient:innen im Alltag – etwa beim Gehen, Bücken oder Anziehen – deutlich einschränken.

Symptome der Hüftarthrose
Die Symptome entwickeln sich meist langsam. Gerade frühe Beschwerden werden anfangs oft „weginterpretiert“ – dabei kann eine frühe Einordnung helfen, passende Maßnahmen einzuleiten.
Typische frühe Anzeichen sind:
- Anlaufschmerzen nach längeren Ruhephasen (z. B. morgens oder nach dem Sitzen)
- Ermüdungs- und Belastungsschmerzen im Bereich der Leiste, des Oberschenkels oder Gesäßes
- Steifheit im Hüftgelenk und eingeschränkte Beweglichkeit
- gelegentlich leichte Schwellungen oder eine Erwärmung der Hüfte
Oft sind die Beschwerden bei stärkerer Belastung deutlicher und nehmen in Ruhe zunächst wieder ab.
Langfristige Folgen von Arthrose in der Hüfte
Mit Fortschreiten der Erkrankung können sich die Beschwerden verändern:
- Schmerzen treten häufiger auf – teils dauerhaft, auch in Ruhe oder nachts
- deutliche Bewegungseinschränkungen, z. B. beim Bücken oder Anziehen der Schuhe
- Muskelverspannungen und Gangunsicherheit
- mögliche Fehlstellungen des Hüftgelenks bis hin zu einer sichtbaren Verkürzung des Beins
Diese Folgen können die Mobilität und Selbstständigkeit der Patient:innen erheblich beeinträchtigen. Daher ist eine frühzeitige Behandlung wichtig.
Was tun gegen Schmerzen bei Hüftarthrose?
Schmerzen sind eine zentrale Beschwerde bei Hüftarthrose. Ein gutes Schmerzmanagement besteht häufig aus mehreren Bausteinen:
- medikamentöse Maßnahmen (nach ärztlicher Empfehlung)
- physiotherapeutische Maßnahmen und Bewegungstherapie
- Wärme- und Kälteanwendungen
- Anpassungen im Alltag (Belastungssteuerung, Ergonomie)
Viele Patient:innen profitieren von einem personalisierten Ansatz, der nicht nur Symptome „unterdrückt“, sondern Auslöser wie Überlastung, Bewegungsmangel oder muskuläre Dysbalancen berücksichtigt.
Ursachen der Hüftarthrose
Bei den Ursachen wird häufig zwischen primärer und sekundärer Hüftarthrose unterschieden:
- Primäre Arthrose: entsteht häufig altersbedingt, ohne klaren Auslöser
- Sekundäre Arthrose: entsteht durch andere Faktoren, z. B. Verletzungen, Fehlstellungen oder angeborene Veränderungen wie Hüftdysplasie
Zusätzlich können genetische Veranlagung und Lebensstil eine Rolle spielen.
Genetische Faktoren
Genetische Veranlagung kann das Risiko erhöhen. Wenn Arthrose in der Familie öfter vorkommt, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass auch direkte Angehörige von der Erkrankung betroffen sind. Auch Fehlstellungen wie Hüftdysplasie begünstigen eine frühere Abnutzung des Gelenkknorpels.
Lebensstil und Umgebung
Der Lebensstil hat einen bedeutenden Einfluss auf das Arthrose-Risiko. Dazu zählen u. a.:
- intensive körperliche Belastungen (z. B. schwere körperliche Arbeit oder Leistungssport)
- Übergewicht (mehr Druck auf das Hüftgelenk)
- Bewegungsmangel (Bewegung ist die „Ernährung“ des Knorpels)
Auch bestimmte Grunderkrankungen (z. B. rheumatische oder stoffwechselbedingte Erkrankungen) können die Entwicklung von Coxarthrose begünstigen.
Wie der Lebensstil die Gesundheit der Hüfte beeinflusst
Ein gesunder Lebensstil unterstützt das Hüftgelenk – sowohl in der Vorbeugung als auch in der Behandlung:
- Regelmäßige Bewegung hält die Gelenke funktionell und unterstützt die Muskulatur
- Ausgewogene Ernährung kann die allgemeine Gesundheit fördern
- Gewichtsmanagement reduziert die Belastung auf den Hüftkopf
Präventive Maßnahmen sind hilfreich, um die Hüfte und Gelenke langfristig zu unterstützen.
Der Einfluss von Sport auf die Hüftgesundheit
Sport hat eine doppelte Bedeutung: Zu hohe oder falsch gesteuerte Belastung kann Beschwerden verstärken – gleichzeitig ist moderate Bewegung meist sehr sinnvoll und wichtig, um Erkrankungen vorzubeugen.
Gelenkschonende Sportarten sind zum Beispiel:
- Schwimmen
- Radfahren
- Walking (angepasst an die Belastbarkeit)
Wichtig ist eine ärztliche Abklärung und eine individuelle Empfehlung – besonders, wenn bereits starke Schmerzen oder deutliche Bewegungseinschränkungen bestehen.

Diagnose von Arthrose im Hüftgelenk
Die Diagnose ist ein zentraler Schritt, um Hüftschmerzen einzuordnen und passende Maßnahmen zu planen. Häufig beginnt der Weg mit der Beobachtung typischer Beschwerden und einer klinischen Untersuchung.
Klinische Untersuchung und Anamnese
Am Anfang steht ein ausführliches Gespräch mit dem Arzt bzw. der Ärztin (Anamnese): Beschwerden, Belastungen im Alltag, Vorerkrankungen und familiäre Faktoren werden erfasst.
Danach folgen meist:
- Prüfung der Beweglichkeit des Hüftgelenks
- Schmerzprovokationstests
- Gangbild- und Beinachsenkontrolle
Diese Schritte geben Hinweise auf das Vorliegen einer Hüftarthrose und den Schweregrad.
Bildgebende Verfahren
Zur weiteren Abklärung werden häufig bildgebende Verfahren eingesetzt:
- Röntgenaufnahmen: zeigen u. a. Gelenkspaltverschmälerung, Knochensporne und Fehlstellungen
- Magnetresonanztomographie (MRT): liefert detaillierte Informationen zu Knorpel, Knochen und Weichteilen
- Ultraschall: kann Weichteilstrukturen und Gelenkergüsse darstellen
Die Bildgebung hilft außerdem dabei, andere Ursachen für Hüftschmerzen auszuschließen.

Konservative Behandlungsmethoden
Ziel ist es, Schmerzen zu lindern, die Beweglichkeit zu erhalten und das Fortschreiten der Arthrose zu verlangsamen. Häufige Bausteine sind:
- Physiotherapie zur Kräftigung der Muskulatur und Verbesserung der Beweglichkeit
- Schmerzlindernde Medikamente (z. B. Paracetamol, nichtsteroidale Antirheumatika) – nach ärztlicher Empfehlung
- Gewichtsreduktion bei Übergewicht
- Wärme- und Kälteanwendungen zur Linderung von Beschwerden
- Hilfsmittel wie Gehstöcke oder orthopädische Einlagen zur Entlastung des Hüftgelenks
Gezielte Bewegung und gelenkschonender Sport (z. B. Schwimmen oder Radfahren) können wesentlich zur Linderung der Hüftschmerzen beitragen.
ACP-Therapie
Die ACP‑Therapie (Autologes Conditioniertes Plasma) ist eine biologische Eigenblutbehandlung, bei der körpereigene Bestandteile zur Schmerzlinderung und Regeneration bei Entzündungen oder Verletzungen genutzt werden. Dafür wird eine kleine Menge Blut entnommen und so aufbereitet, dass ein Plasma mit einer hohen Konzentration an Blutplättchen entsteht.
Das aufbereitete Plasma wird anschließend gezielt in den betroffenen Bereich injiziert, wo die Wachstumsfaktoren freigesetzt werden, die die natürlichen Heilungsprozesse im Gewebe unterstützen.
Die Behandlung ist ambulant, gut verträglich und kommt ohne Fremdstoffe oder Kortison aus. Sie kann Bestandteil eines multimodalen Behandlungskonzepts sein; insbesondere dann, wenn konservative Maßnahmen allein nicht ausreichen oder ergänzt werden sollen.
Weitere Informationen zur ACP‑Therapie
Die Rolle der Patient:innen bei Vorbeugung und Behandlung
Menschen, die unter Arthrose im Hüftgelenk leiden, können aktiv dazu beitragen, den Verlauf günstig zu beeinflussen. Wichtig sind:
- konsequente Umsetzung des Behandlungsplans
- regelmäßige, angepasste Bewegung
- Übungen zur Stabilisierung der Hüft- und Rumpfmuskulatur
- regelmäßige ärztliche Kontrollen, um Maßnahmen bei Bedarf anzupassen
Ein aktiver Ansatz hilft, die Funktion der Hüfte langfristig zu erhalten.
Operative Eingriffe (Hüftprothese)
Wenn konservative Ansätze nicht ausreichen und die Lebensqualität stark eingeschränkt ist, kann eine Operation notwendig werden. Zu den häufigsten Eingriffen zählt der Gelenkersatz durch ein künstliches Hüftgelenk. Dabei wird das geschädigte Gelenk teilweise oder vollständig ersetzt.
Ziele der Operation sind:
- Schmerzlinderung
- Wiederherstellung der Beweglichkeit
- Verbesserung der Lebensqualität
Die Entscheidung wird individuell getroffen, abhängig von Alter, Beschwerden, Aktivitätsniveau und persönlicher Lebenssituation der Patient:innen.
Individuelle Ansätze zur Behandlung von Hüftarthrose
Welche Maßnahmen hilfreich sind, hängt stark von den individuellen Gegebenheiten ab. Ein personalisierter Behandlungsplan berücksichtigt:
- Ausmaß der Gelenkveränderungen
- allgemeine Gesundheit
- Alltag, Beruf und sportliche Anforderungen
- Schmerzintensität und Beweglichkeit
Oft ist ein Mix aus konservativen Maßnahmen und – in fortgeschrittenen Fällen – operativen Optionen sinnvoll.
Fazit
Hüftarthrose (Coxarthrose) entwickelt sich häufig schleichend, kann aber mit der Zeit zu deutlichen Einschränkungen führen. Eine frühe Diagnose und eine individuell abgestimmte Behandlung helfen, Hüftschmerzen zu reduzieren, die Beweglichkeit zu erhalten und den Alltag wieder aktiver zu gestalten. Neben Bewegung, Physiotherapie und Schmerzmanagement kann – je nach Situation – auch die ACP‑Therapie oder ein operatives Verfahren wie ein künstliches Hüftgelenk eine Rolle spielen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was sind die ersten Symptome einer Hüftarthrose?
Die ersten Symptome sind oft unspezifisch und treten schleichend auf. Typisch sind Anlaufschmerzen nach Ruhephasen, Steifigkeit und leichte Bewegungseinschränkungen im Hüftgelenk. Belastungsschmerzen beim Gehen oder längerem Stehen, die nach Entlastung nachlassen, gehören ebenfalls zu frühen Anzeichen.
Wie wird Arthrose in der Hüfte diagnostiziert?
Die Diagnose erfolgt anhand der typischen Beschwerden und einer körperlichen Untersuchung. Zur Bestätigung werden meist bildgebende Verfahren eingesetzt, häufig Röntgenaufnahmen. Je nach Fragestellung können Magnetresonanztomographie (MRT) oder Ultraschall ergänzen.
Wie kann man eine Operation vermeiden?
Konservative Ansätze sind häufig die erste Wahl, um Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit zu verbessern. Dazu gehören:
- Krankengymnastik / Physiotherapie
- Schmerzmedikamente und entzündungshemmende Präparate
- Anpassung des Lebensstils (z. B. Gewichtsreduktion, gelenkschonende Bewegung)
- ACP‑Therapie als ergänzende Option im Rahmen eines multimodalen Konzepts
Auf diese Weise können Beschwerden gelindert und das Fortschreiten der Krankheit verlangsamt werden.
Wann ist eine Operation notwendig und welche Optionen gibt es?
Eine Operation wird erwogen, wenn konservative Wege keine ausreichende Besserung erzielen und die Lebensqualität der Patient:innen deutlich eingeschränkt ist. Am häufigsten wird eine Hüftprothese eingesetzt (künstliches Hüftgelenk). In seltenen Fällen kommen gelenkerhaltende Eingriffe in Betracht – abhängig von Alter, Fehlstellungen und Befund.
Was können Patient:innen selbst tun, um den Verlauf der Erkrankung zu verbessern?
Hilfreich sind unter anderem:
- regelmäßige, gelenkschonende Bewegung (z. B. Schwimmen, Radfahren)
- Vermeidung von Übergewicht durch angepasste Ernährung
- Teilnahme an Physiotherapieprogrammen
- gelenkschonende Verhaltensweisen im Alltag
Durch einen gesunden Lebensstil lässt sich der Verlauf häufig positiv beeinflussen.
Eine Vielzahl wissenschaftlicher Studien belegt die Wirksamkeit der Eigenbluttherapie mit ACP bei der Behandlung von verschiedenen Erkrankungen und Verletzungen, vor allem bei Arthrose, Sportverletzungen und Rückenschmerzen, wodurch sie sich als eine sehr effektive und natürliche Alternative zu herkömmlichen Behandlungsmethoden etabliert hat:
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