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Sprunggelenksarthrose (OSG-Arthrose): Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten
27/7/2026
Was ist Sprunggelenkarthrose?
Die Sprunggelenksarthrose (OSG‑Arthrose) ist ein Verschleiß des Knorpels im oberen Sprunggelenk. Der Knorpel funktioniert normalerweise wie eine glatte Schutzschicht, damit sich die Knochen im Gelenk schmerzfrei bewegen können. Wird dieser Knorpel jedoch dünner oder beschädigt, reiben die Knochen stärker aufeinander. Dadurch entstehen Schmerzen, Steifheit, Schwellungen und später oft eine eingeschränkte Beweglichkeit.
Hauptursachen sind frühere Verletzungen wie Bänderrisse oder Knochenbrüche, aber auch Fehlstellungen, hohe Belastungen oder Übergewicht können die Sprungelenksarthrose begünstigen. In fortgeschrittenen Stadien kann sich das Gelenk verändern oder versteifen, was den Alltag deutlich erschwert.
Bedeutung des Sprungbeins bei OSG-Arthrose
Das Sprungbein ist ein zentraler Knochen im Sprunggelenk. Schäden an seiner Oberfläche oder Fehlstellungen können den Verschleiß verstärken. Eine genaue Analyse seiner Position hilft, die passende Therapie zu wählen und Beschwerden zu reduzieren.
Ursachen von Arthrose im Fuß
Verletzungen als Hauptursache
Unfallbedingte Verletzungen wie Brüche oder schwere Verstauchungen sind die häufigste Ursache einer Sprunggelenksarthrose. Nach solchen Verletzungen ist das Gelenk oft nicht mehr exakt ausgerichtet oder der Knorpel wird direkt geschädigt – dadurch steigt das Arthroserisiko deutlich. Auch wiederholte kleinere Umknickverletzungen, wie sie bei Sportarten wie Fußball oder Basketball häufig vorkommen, können den Knorpel langfristig abnutzen und so eine Arthrose im Sprunggelenk begünstigen.
Altersbedingter Verschleiß
Ähnlich wie bei der Arthrose in anderen Gelenken nutzt sich der Gelenkknorpel auch im Sprunggelenk ganz natürlich im Laufe des Lebens ab. Dieser Prozess ist vor allem bei Menschen jenseits des 50. Lebensjahres zu beobachten und kann durch Übergewicht, hohe Belastungen oder bestimmte Sportarten beschleunigt werden.
Genetik und Stoffwechselstörungen
In einigen Fällen ist eine genetische Disposition ursächlich oder mitverantwortlich für das Entstehen einer Arthrose. Außerdem können Stoffwechselstörungen wie Gicht, Diabetes mellitus oder Hämophilie (Bluterkrankheit) den Gelenkknorpel schwächen und die Entstehung einer Arthrose begünstigen.

Symptome der Sprunggelenkarthrose
Eine Arthrose im Sprunggelenk macht sich meist zuerst durch Schmerzen und zunehmende Steifheit im Alltag bemerkbar. Typisch sind Beschwerden beim Gehen, Stehen oder Treppensteigen. Im weiteren Verlauf können die Beschwerden auch in Ruhe auftreten, besonders nach längeren Belastungen oder nachts.
Viele Betroffene berichten von einem Anlaufschmerz: Nach dem Aufstehen oder nach längeren Ruhephasen tut das Sprunggelenk zunächst weh, wird aber mit etwas Bewegung etwas besser. Die Schmerzen werden als stechend, ziehend oder dumpf beschrieben. Durch die Reibung im Gelenk entstehen außerdem oft Entzündungen, die Schwellungen und zusätzliche Schmerzen verursachen.
Mit fortschreitender Erkrankung nimmt die Beweglichkeit immer weiter ab. Das Gelenk fühlt sich steif an, und viele Patient:innen haben beim Auftreten ein unsicheres Gefühl. Alltägliche Aktivitäten wie längeres Gehen, Treppensteigen oder das Balancieren auf unebenem Boden werden zunehmend schwieriger. Im Spätstadium kann sich die Gehstrecke deutlich verkürzen, was die Lebensqualität stark einschränkt.
Rolle des unteren Sprunggelenk
Nicht nur das obere, auch das untere Sprunggelenk kann von Arthrose betroffen sein. Ist dessen Beweglichkeit eingeschränkt, entstehen Fehlbelastungen, die die Beschwerden zusätzlich verstärken. Daher ist es wichtig, beide Gelenke durch gezielte physiotherapeutische Übungen beweglich zu halten.
Wie wird Sprunggelenksarthrose diagnostiziert?
Zur effektiven Diagnose hat sich eine Kombination folgender Methoden bewährt:
- Anamnese und klinische Untersuchung
- Röntgendiagnostik zur Beurteilung von Gelenkspalt, Knochenveränderungen, Achsenabweichungen
- MRT/CT: präzise Bildgebung zur Beurteilung des Knorpels, der Bänder sowie etwaiger Begleitverletzungen, insbesondere in unklaren Fällen
- Labordiagnostik, um andere Ursachen wie entzündliche Gelenkerkrankungen auszuschließen
Die Kombination dieser Methoden ermöglicht eine genaue Beurteilung des Schadensausmaßes und die Planung der bestmöglichen Behandlung.

Behandlungsmöglichkeiten bei Arthrose im Sprunggelenk
1) Konservative Maßnahmen
Sie stellen die erste Stufe jeder Behandlung dar:
- Schonung und Entlastung: Vermeidung von Überlastungen, ggf. Gehhilfen
- Physiotherapie: Mobilisation, Kräftigung der Fuß- und Unterschenkelmuskulatur, Gangschulung
- Medikamente: Schmerzmittel und entzündungshemmende Präparate (NSAR)
- Schuheinlagen und orthopädische Anpassungen: zur Entlastung des Sprunggelenks
- Physikalische Maßnahmen: Kälte, Wärme, Elektrotherapie
- Injektionen: z. B. Hyaluronsäure als Ergänzung
ACP‑Therapie (Autologes Conditioniertes Plasma)
Die ACP‑Therapie ist ein biologisches Verfahren, das körpereigene Wachstumsfaktoren nutzt, um Entzündungsprozesse zu reduzieren.
So läuft die Behandlung ab:
- Entnahme einer kleinen Menge Eigenblut aus der Armvene
- Aufbereitung des Bluts in einer Zentrifuge zur Trennung des plättchenreichen Plasmas (PRP/ACP)
- Injektion des ACP direkt in das betroffene Gelenk
Wirkprinzip:
Das konzentrierte Plasma kann dabei helfen, entzündungsfördernde Prozesse zu reduzieren und den natürlichen Heilungsprozess zu unterstützen, ohne Zusatzstoffe wie Kortison oder Fremdmaterial.
Die Therapie kommt häufig bei Arthrosen mittleren Grades zum Einsatz und kann konservative Maßnahmen sinnvoll ergänzen.
2) Operative Eingriffe
Wenn konservative Behandlungen keine ausreichende Besserung erzielen, können folgende Eingriffe infrage kommen:
- Arthroskopie: Glättung beschädigter Knorpeloberflächen, Entfernung freier Gelenkkörper
- Umstellungsosteotomie: Korrektur von Fehlstellungen zur Entlastung bestimmter Bereiche
- Arthrodese (Gelenkversteifung): Schmerzreduktion durch Fixierung des Gelenks (die Beweglichkeit geht dabei verloren)
- Gelenkersatz (Prothese): Erhalt der Beweglichkeit, jedoch nicht für alle Patient:innen geeignet
Welche Methode gewählt wird, hängt vom Alter, Aktivitätsniveau und Ausmaß der Arthrose ab.

Welche physiotherapeutischen Schritte unterstützen die Genesung?
Die Physiotherapie spielt eine Schlüsselrolle bei der Sprunggelenkarthrose, sowohl konservativ als auch postoperativ. Wichtige Maßnahmen sind:
- Mobilisation: Übungen zur Erhaltung oder Wiederherstellung der Gelenkbeweglichkeit
- Kräftigung: Aufbau der umliegenden Muskulatur, insbesondere der Waden- und Fußmuskeln
- Gangschulung: Erlernen von gelenkschonenden Bewegungsabläufen
- Koordinations- und Balancetraining: Verbesserte Körperkontrolle, um weiteren Verletzungen vorzubeugen
- Eigenübungsprogramme: Anleitung zu Übungen für zuhause, um den Behandlungserfolg zu unterstützen
Nach einer Operation beginnt die Rehabilitation frühzeitig mit gezielten Übungen, zunächst unter physiotherapeutischer Anleitung und später selbstständig. Wichtig ist, die Belastung stufenweise zu steigern und individuell an die Heilungsphase anzupassen.
Wie kann man der Entwicklung von Arthrose im Sprunggelenk und unteren Sprunggelenk vorbeugen?
Nicht jeder Fall von Sprunggelenkarthrose lässt sich verhindern, doch einige vorbeugende Maßnahmen helfen, das Risiko zu reduzieren:
- Vermeidung von Übergewicht: Geringeres Körpergewicht entlastet das Sprunggelenk nachhaltig
- Schutz vor Verletzungen: Richtiges Aufwärmen, das Tragen von geeignetem Schuhwerk und Präventionstraining beim Sport vermindern das Verletzungsrisiko
- Frühzeitige Behandlung von Gelenkverletzungen: Schnelle und adäquate Therapie nach Unfällen oder Verstauchungen verhindert Fehlbelastungen und Folgeschäden
- Regelmäßige Bewegung: Moderate Belastungen wie Schwimmen oder Radfahren fördern die Durchblutung und erhalten die Gelenkfunktion
- Gesunde Lebensweise: Ausgewogene Ernährung und das Vermeiden von Risikofaktoren wie Rauchen tragen zur gesamten Gelenkgesundheit bei
Die frühzeitige Erkennung von Risikofaktoren und die Umsetzung dieser Empfehlungen kann dazu beitragen, die Entwicklung einer Sprunggelenksarthrose im unteren und oberen Sprunggelenksbereich zu verlangsamen oder gar zu verhindern.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was sind typische Anzeichen für eine Arthrose im oberen Sprunggelenk?
Schmerzen beim Gehen oder Stehen, Anlaufschmerz, Steifigkeit, Bewegungseinschränkungen, ggf. Schwellungen.
Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
Konservative Maßnahmen (Physiotherapie, Einlagen, Medikamente), ACP‑Therapie, physikalische Anwendungen sowie operative Eingriffe wie Arthroskopie, Arthrodese oder Prothese sind bewährte Möglichkeiten bei einer Arthrose des oberen Sprunggelenks.
Wie wird die Diagnose "Arthrose des oberen Sprunggelenks" gestellt?
Erkrankungen im Sprunggelenk werden durch klinische Untersuchung, Röntgen, MRT/CT und ggf. Laboruntersuchungen festgestellt.
Wann ist eine Operation sinnvoll?
Wenn konservative Methoden keine ausreichende Linderung mehr bringen und der Alltag stark eingeschränkt ist, kann eine Operation (z. B. Arthroskopie oder Versteifung) hilfreich sein.
Kann man einer Sprunggelenksarthrose vorbeugen?
Ja, durch regelmäßige Bewegung, gutes Schuhwerk, Verletzungsprävention und stabile Muskulatur.
Eine Vielzahl wissenschaftlicher Studien belegt die Wirksamkeit der Eigenbluttherapie mit ACP bei der Behandlung von verschiedenen Erkrankungen und Verletzungen, vor allem bei Arthrose, Sportverletzungen und Rückenschmerzen, wodurch sie sich als eine sehr effektive und natürliche Alternative zu herkömmlichen Behandlungsmethoden etabliert hat:
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