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Spondylarthrose (Facettengelenkarthrose): Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten
Was ist Spondylarthrose?
Spondylarthrose, auch bekannt als Facettengelenkarthrose, bezeichnet den Verschleiß der kleinen Wirbelgelenke – der sogenannten Facettengelenke – der Wirbelsäule. Sie gehört zu den häufigsten Ursachen für chronische Rückenschmerzen, besonders im höheren Lebensalter. Die Erkrankung entwickelt sich durch den fortschreitenden Abbau des Knorpels in den Facettengelenken. Dadurch entstehen schmerzhafte Entzündungen und Bewegungseinschränkungen; oft ist sie eine der Hauptursachen des Facettensyndroms.
Die Spondylarthrose betrifft überwiegend Menschen ab dem mittleren Lebensalter, kann aber auch bei jüngeren Patient:innen auftreten – etwa bei Fehlbelastungen, Übergewicht oder nach Verletzungen. Der Verlauf ist meist schleichend und bleibt anfangs häufig unbemerkt.
Anatomie der Facettengelenke
Anatomie der Wirbelgelenke und ihre Bedeutung
Die Lendenwirbelsäule und die Bandscheiben spielen im Zusammenspiel der Wirbel und Facettengelenke eine entscheidende Rolle für Flexibilität und Stabilität der Wirbelsäule. Die Abnutzung dieser Gelenke, sei es durch Alter oder wiederholte Belastung, führt häufig zu Arthrose an den Facettengelenken. Die daraus resultierenden Entzündungen können das Facettensyndrom verstärken und Schmerzsymptome im Rücken und in den Beinen hervorrufen.

Symptome und Ursachen der Spondylarthrose
Die Facettengelenksarthrose beginnt häufig mit unspezifischen Rückenschmerzen, die Betroffene zunächst kaum einordnen können. Im Verlauf werden die Beschwerden deutlicher.
Typische Symptome sind:
- Lokale Rückenschmerzen, vor allem im unteren Rücken (Lendenwirbelsäule) oder Nacken (Halswirbelsäule)
- Steifigkeit insbesondere morgens oder nach längerem Sitzen
- Bewegungseinschränkungen bei Drehbewegungen oder beim Aufstehen aus dem Sitzen
- Schmerzverstärkung bei Belastung, längerem Stehen oder Heben
- Ausstrahlende Schmerzen in Gesäß, Oberschenkel oder Schultern möglich
Diese Symptome können die Lebensqualität deutlich einschränken. Oft klingen die Beschwerden in Ruhe ab, kehren aber bei erneuter Belastung zurück.
Die Bedeutung der Nerven bei Rückenschmerzen
Nerven, die zwischen den Wirbelgelenken verlaufen, spielen eine zentrale Rolle bei der Entstehung von Schmerzen im Rahmen der Spondylarthrose. Werden sie durch degenerative Veränderungen gereizt oder eingeklemmt, können intensive und ausstrahlende Schmerzen auftreten.
Ziel der Behandlung ist es daher, die Nerven zu entlasten, Entzündungen zu reduzieren und Beweglichkeit zurückzugewinnen. Physikalische Behandlungen sowie medizinische Verfahren können dazu beitragen, die Beschwerden der Patient:innen zu lindern.
Wodurch entsteht eine Spondylarthrose?
Zu den wichtigsten Ursachen und Risikofaktoren gehören:
- Alterungsprozesse: Natürlicher Knorpelverschleiß im Laufe der Jahre
- Hohe Belastungen der Wirbelgelenke durch körperliche Arbeit, Sport oder Fehlhaltungen
- Bewegungsmangel und schwache Rückenmuskulatur
- Fehlhaltungen bzw. Fehlbelastungen, wie häufiges Heben oder Drehen
- Vorangegangene Wirbelsäulenverletzungen oder Operationen
- Genetische Faktoren, wenn Facettengelenksarthrose in der Familie gehäuft vorkommt
Das Zusammenspiel dieser Faktoren führt langfristig zu strukturellen Veränderungen und Entzündungen in den Facettengelenken.
Diagnostische Methoden bei Abnutzung der Wirbelgelenke
Um eine präzise Diagnose der Spondylarthrose sicherzustellen, sind verschiedene bildgebende Verfahren wie Röntgen, MRT oder CT notwendig. Diese zeigen oft Abnutzungen an den Facettengelenken und den Wirbeln, was für eine gezielte und individuelle Behandlung entscheidend ist.
Langfristige Perspektiven für Patient:innen mit Facettengelenksarthrose
Die langfristigen Aussichten hängen maßgeblich von der individuellen Therapie und begleitenden Anpassungen im Alltag ab. Regelmäßige Bewegung und physiotherapeutische Übungen sind entscheidend, um die Gelenke zu entlasten und Schmerzen zu lindern.
Auch wenn die Erkrankung nicht rückgängig gemacht werden kann, lassen sich degenerative Prozesse häufig verlangsamen. Mit einer passenden Behandlung können Betroffene in vielen Fällen weiterhin ein aktives Leben führen.
Langfristige Auswirkungen unbehandelter Facettengelenksarthrose
Ohne angepasste Therapie und Lebensstiländerungen können sich die Symptome der Facettengelenksarthrose verschlimmern. Entzündungen nehmen zu, wodurch Rückenschmerzen verstärkt werden können. Regelmäßige ärztliche Kontrollen sind wichtig, um die Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität zu erhöhen.
Wann sollte man Rückenschmerzen ärztlich abklären lassen?
Ein Besuch beim Arzt bzw. bei einer Ärztin ist empfehlenswert, wenn:
- starke oder anhaltende (chronische) Rückenschmerzen bestehen
- Beschwerden die Beweglichkeit deutlich einschränken
- Schmerzen in Beine, Arme oder andere Körperbereiche ausstrahlen
- nach Verletzungen oder Unfällen Rückenschmerzen auftreten
Eine frühzeitige Diagnose hilft dabei, gezielt gegenzusteuern und langfristige Schäden zu vermeiden.

Behandlungsansätze bei Spondylarthrose
Die Behandlung zielt darauf ab, Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit zu verbessern. Zu den bewährten konservativen Maßnahmen gehören:
- Schmerzmittel (z. B. Paracetamol, NSAR) und entzündungshemmende Präparate
- Physiotherapie und gezielte Übungen
- Lebensstilanpassungen wie Gewichtsreduktion, ergonomische Einstellungen im Alltag, regelmäßige Bewegung
Minimal‑invasive Verfahren bei Arthrose in der Wirbelsäule
Wenn konservative, nicht-invasive Maßnahmen nicht ausreichen, können folgende Behandlungen erwogen werden:
- Radiofrequenztherapie (Denervation): Verödung schmerzauslösender Nervenfasern mithilfe von Hitze
- Facettengelenkblockaden: Testweise Ausschaltung des Schmerzempfindens durch gezielte Injektionen von Lokalanästhetika oder Kortikosteroiden.
- ACP‑Therapie: Die ACP‑Therapie (Autologes Conditioniertes Plasma) ist eine minimalinvasive regenerative Therapie, die körpereigene Wachstumsfaktoren nutzt. Nach der Blutentnahme wird das plättchenreiche Plasma aufbereitet und anschließend in die betroffenen Bereiche injiziert. Dies kann helfen, Entzündungen zu reduzieren und den Heilungsprozess zu unterstützen – ohne Fremdstoffe oder Kortison.
Weitere Informationen zur ACP‑Therapie
Operative Eingriffe bleiben die Ausnahme und kommen nur bei ausgeprägten Beschwerden infrage.

Vorbeugung und Prävention von Spondylarthrose
Eine aktive Prävention kann den Verlauf der Facettengelenksarthrose günstig beeinflussen:
- Regelmäßige Bewegung, wie Spaziergänge, Schwimmen, Radfahren
- Ergonomisches Arbeiten und rückenfreundliche Haltung
- Normales Körpergewicht zur Entlastung der Wirbelsäule
- Vermeiden von Überlastung, insbesondere beim Heben schwerer Lasten
Effektive Prävention der Facettengelenksarthrose
Übungen zur Stärkung der Rückenmuskulatur
Starke, gut koordinierte Muskeln entlasten und schützen die Facettengelenke. Unterstützende Übungen bei Spondylarthrose sind:
- Rückenstrecker-Training zur Unterstützung der Wirbelsäule
- Bauchmuskeltraining für eine ausgewogene Rumpfmuskulatur
- Dehnübungen für die gesamte Wirbelsäule
- Koordinationstraining, z. B. der Unterarmstütz (Plank)
Idealerweise erfolgt der Einstieg unter physiotherapeutischer Anleitung.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was sind typische Symptome bei Spondylarthrose?
- Dumpfe, lokale Rückenschmerzen (Lenden- oder Halswirbelsäule)
- Morgensteifigkeit und Anlaufschmerzen
- Schmerzverstärkung bei bestimmten Bewegungen oder längerer Belastung
- Mögliche Ausstrahlung der Beschwerden
Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei Arthrose in den Facettengelenken?
Zu den relevanten Maßnahmen gehören:
- Physiotherapie und gezieltes Training
- Schmerz- und Entzündungshemmer
- ACP‑Therapie
- Infiltrationen oder Radiofrequenzbehandlungen
- Lebensstilanpassungen
- Selten operative Eingriffe
Wo finde ich fachliche Unterstützung?
- Orthopäd:innen und Wirbelsäulenspezialist:innen
- Physiotherapeut:innen
- Schmerztherapeut:innen
- Rehazentren
Wie beeinflusst Altersverschleiß die Entwicklung von Spondylarthrose?
Mit zunehmendem Alter verliert der Knorpel an Elastizität. Mikroverletzungen und entzündliche Prozesse werden dadurch begünstigt. Durch Prävention und gezieltes Training lässt sich der Verlauf einer Spondylarthrose jedoch positiv beeinflussen.
Eine Vielzahl wissenschaftlicher Studien belegt die Wirksamkeit der Eigenbluttherapie mit ACP bei der Behandlung von verschiedenen Erkrankungen und Verletzungen, vor allem bei Arthrose, Sportverletzungen und Rückenschmerzen, wodurch sie sich als eine sehr effektive und natürliche Alternative zu herkömmlichen Behandlungsmethoden etabliert hat:
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